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Wärmebrücke

Eine Wärmebrücke (oft fälschlicherweise als Kältebrücke bezeichnet) ist ein Bereich in Bauteilen eines Gebäudes, durch den die Wärme schneller nach außen transportiert wird als durch die anderen Bauteile.

Dadurch ergeben sich an den betroffenen Stellen niedrigere Temperaturen im Innenbereich, was zu höherem Energieverbrauch und Feuchtigkeit (Kondenswasser) führt.

Bei Wärmebrücken unterscheidet man zwischen geometrischen Wärmebrücken und konstruktiv bedingten Wärmebrücken.

  • Geometrisch bedingte Wärmebrücken sind z.B. Betonstütze in einer Mauerwerkswand; Beton- oder Stahlträgersturz eines Fensters in einer Mauerwerkswand; Fenster-und Türanschlüsse)
  • Konstruktiv bedingte Wärmebrücken sind z.B. ausspringende Gebäudeecken; auskragende Balkonplatten; herausragende Wandvorlagen; Überzüge eines Flachdaches

Beim Bau von energiesparenden Häusern wie z.B. Passivhäusern oder den KFW geförderten KfW-Effizienzhäusern kommt es nicht nur auf eine gute Dämmung, sondern auch auf die Vermeidung von Wärmebrücken an. Bei einer detailliert Berechnung der Wärmebrücken können die Schwachstellen in den Gebäudekonstruktionen aufgedeckt und optimiert werden.

Mit Hilfe eines detaillierten Nachweises und ggf. einer Optimierung können die Wärmebrücken weitestgehen gegen 0 gehen. Unter Umständen kann die Berechnung der Wärmebrücken den Unterschied machen, ob sie die Förderung nach KfW-Effizienzhaus 70 und KfW-Effizienzhaus 85 in Anspruch nehmen können.

Bei der Altbausanierung kann die Berechnung der Temperaturverläufe und die Ermittlung von Oberflächentemperaturen der vorhandenen Konstruktionen zur Detailplanung beitragen und so unerwünschten Tauwasseranfall in der Konstruktion verhindern. Besonders bei einer Sanierung mit Innendämmung können so Problemstellen erkannt und gebannt werden. Man erkennt solche Problemstellen häufig daran, dass sich die Wand an diesen Stellen kalt und teilweise manchmal sogar feucht oder klamm anfühlt, da sich an dieser Stelle die Raumfeuchtigkeit als Kondenswasser bemerkbar macht, schlimmstenfalls sogar daran, dass sich bereits Schimmel oder Stockflecken gebildet haben. Dann ist es in jeden Fall höchste Zeit, etwas dagegen zu tun. Eine professionelle Möglichkeit solche Wärmebrücken zu erkennen und gegebenenfalls etwas dagegen zu tun, ist eine Gebäudethermografie von innen. Hierbei werden Wärmebrücken mit einer Wärmebildkamera lokalisiert und anhand von Wärmebildern aufgezeigt. Allerdings bedarf es eines Fachmannes, um Voreinstellungen zu treffen, den richtigen Zeitpunkt für die thermografischen Aufnahmen zu ermitteln und um die Ergebnisse auszuwerten. Meistens wird so etwas im Rahmen einer professionellen Energiesparberatung und / oder eines Blower Door Testes vorort gemacht. Mit Hilfe einer solchen Auswertung ist es dann möglich, die gefundenen Wärmebrücken mit Hilfe einer fachmännischen Dämmung weitestgehend zu beseitigen.

Generell lassen sich Wärmebrücken durch eine vernünftige Wärmedämmung gut vermeiden und nachträglich abbauen. Ein gutes Mittel zur Beseitigung von Wärmebrücken ist eine energetische Komplettsanierung des Gebäudes, die mit Hilfe der Auswertungen einer Energiesparberatung von Profis durchgeführt werden kann.

 

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